Gemüse, Kräuter und Blumen im Frühjahr vorziehen

Auch wenn es im Moment noch etwas nach Winter aussieht, sollte man sich Anfang März an das Vorziehen von Gemüse, Kräuter und Blumen Gedanken machen. Im Freien kann vieles noch nicht gesät werden, weil es auf jeden Fall nochmals Frost geben wird, doch drinnen im Zimmer ist schon viel möglich. So haben die Pflanzen schon eine gewisse Größe und können dann später draußen schneller gedeihen. Doch man muss aufpassen, nicht jeder Samen möchte gleichbehandelt werden. Es gibt Kalt- und Warm- und Lichtkeimer. Jedem sollte man hier gerecht werden, damit man später optimalen Ertrag hat.

Welche Gemüsesorten lassen sich vorziehen

Im Prinzip lassen sich viele Gemüsesorten vorziehen. Besonders gut funktioniert es mit folgenden Pflanzen:

  • Tomaten
  • Paprika
  • Peperoni
  • Auberginen
  • Physalis
  • Zucchini
  • Kürbis
  • Gurken
  • Melonen

Doch es gibt auch Ausnahmen die sich nicht oder nur sehr schlecht vorziehen lassen. Dazu gehören unter anderem Rettiche, Rote Bete, Erbsen, Bohnen und Radieschen. Hier ist es besser, das Saatgut direkt draußen in den Garten zu säen. Allgemein kann man sagen, dass sich Wurzelgemüse nicht gut vorziehen lässt.

Hat man sich entschieden, dass man das Gemüse vorziehen möchte, kommt es natürlich auch noch auf den richtigen Zeitpunkt an. Eine allgemeine Empfehlung ist hier schwer, denn nicht überall beginnt der Frühling zur gleichen Zeit. Selbst in Deutschland kann dies regional sehr unterschiedlich sein. Im Schwarzwald ist es sicher später der Fall als im 30km entfernten Rheintal. Als ganz grobe Faustregel kann man die erste Märzhälfte nehmen.

Beim Vorziehen ist nun noch wichtig, dass zwischen Lichtkeimer, Warmkeimer und Kaltkeimer unterschieden wird.

Lichtkeimer: Im Name steckt eigentlich schon drin, dass diese Samen viel Licht brauchen. Das heißt, der Samen darf nicht mit Erde bedeckt werden. Zu dieser Sorte gehören Salate aber auch Kräuter wie Basilikum, Melisse oder Kresse. Auch manche Blumen müssen so gesät werden. Immer auf der Packung genau lesen. Es wäre schade, wenn es dadurch nicht keimen würde. Lichtkeimer haben nämlich zu wenig Kraft um aus tieferen Erdschichten nach oben durchzustoßen.

Warmkeimer: Auch hier steckt das Wichtigste bereits im Namen. Dieser Samen braucht es schön warm. Am besten sind hier 18°C bis 20°C. Zu den Warmkeimern gehören unter anderem die Tomaten und Paprikas. Hier müssen die Samen mit etwas Erde bedeckt werden, denn diese sind stark genug um nach oben zu sprießen.

Kaltkeimer: Diese Samen können erst nach einer gewissen Kälteperiode keimen. Dazu gehört jetzt aber nicht unbedingt das Gemüse. Das sind eher Zwiebelblumen oder Knollen. Diese bringt man meist schon im Herbst raus in den Garten. Hat man das vergessen, kann man das Saatgut aber auf für eine Weile in den Kühlschrank legen und dann im Frühjahr rausbringen.

Anleitung Vorziehen auf der Fensterbank

Die beliebteste Methode Gemüse oder Blumen vorzuziehen ist die Fensterbankmethode. Dies ist eben recht einfach und hat auch jeder zuhause. Als erstes füllt man die Anzuchtschalen mit der Anzuchterde und verteilt anschließend die Samen. Im nächsten Schritt bedeckt man sie, sofern sie keine Lichtkeimer sind, mit etwas Erde.

Nun ist es wichtig, dass die Erde immer schön feucht ist. Am besten nicht gerade mit einer Gießkanne gießen, sondern regelmäßig mit Wasser besprühen. Am besten legt man eine Frischhaltefolie oder ein Glas darüber, dann kann nicht so viel Feuchtigkeit entweichen.