Hagebutte anpflanzen – Tipps zur Anzucht, Vermehrung, Ernte und Verwertung

Die Hagebutte kann für sehr vieles benutzt werden und ist unter anderem als Heilpflanze und Nahrungsmittel beliebt. Daher lohnt es sich die Hagebutte auch in den eigenen Garten zu pflanzen. In diesem Artikel wollen wir dir Tipps geben, was bei der Anzucht und Ernte beachtet werden muss. Welche Standorte für die Hagebutte gut sind, wie sie gedüngt werden müssen usw. Natürlich werden wir auch kurz auf die Verwendung der Hagebutte eingehen, also Heilmittel und Nahrungsmittel.

Die Hagebutte – Fakten

Genaugenommen ist die Hagebutte nicht die Pflanze, sondern nur die ungiftigen Sammelnussfrüchte von verschiedenen Rosenarten. Umgangssprachlich werden aber oftmals die Wild- oder Heckenrosen selbst als Hagebutten bezeichnet. Diese Wild- und Heckenrosen haben eben als Früchte die Hagebutten.

Sammelnussfrüchte sind Früchte die viele kleine Nüssen enthalten. Bei der Hagebutte besteht die Frucht aus Fruchtfleisch und kleinen aber feinen mit Widerhaken bestückten Nüsschen. Die Nüsschen sind vor allem als Juckpulver bekannt und benutzen auch viele Kinder, wenn sie einem einen Streich spielen wollen. Daher sollte beim Verzehr darauf geachtet werden, dass nur das Fruchtfleisch und nicht die Nüsschen genommen werden.

Hagebutten pflanzen – Auf was muss man achten?

Möchte man Hagebutten im eigenen Garten anpflanzen und sie auch als Nahrungsmittel oder Heilpflanze verwenden, so sollte eine Sorte angebaut werden, die auch reichlich Ertrag bringt. Zu den ertragreichen Sorten zählen die Puccini, Wilhelm oder Richard Strauss. Eine Beratung im Fachmarkt kann nie falsch sein. Sie kennen sich mit den entsprechenden Sorten immer am besten aus.

Die Anforderungen der Hagebutte an den Boden sind nicht sonderlich hoch. Die Wildrosen wachsen eigentlich überall, doch am besten auf kalkhaltigem Boden. Bei der Auswahl des Standortes im Garten sollte man darauf achten, dass sie genügend Sonne abbekommt. Ideal sind im Sommer zwischen vier und sechs Sonnenstunden. Das heißt es darf kein Platz voll im Schatten sein, aber auch kein Platz voll in der Sonne. Ein halbschattiger Platz ist ideal.

Die Hagebutten pflanzt man am besten im Herbst. Aber auch im Frühling ist es möglich, der Boden muss aber frostfrei sein. Wichtig ist ein ausreichend großes Loch (ca. 30cm x 30cm und zwei Spaten tief) zu graben und anschließend die Erde mit etwas Kompost um die Strauch anhäufen. Gießen nicht vergessen, denn gerade am Anfang bis sich die Wurzeln komplett ausbildet haben brauchen sie viel Wasser.

Ist der Strauch mal angewachsen braucht er nicht mehr allzu viel Pflege. Er kommt in der Regel ohne künstlichen Dünger aus. Auch schneiden muss man die Hagebuttensträucher eher selten. Die Wildrosen blühen am zweijährigen Holz. Herausschneiden muss man allerdings nur totes Holz. Alle 4-7 Jahre sollte dann ein größerer Rückschnitt erfolgen, dass die Sträucher nicht zu ausladend werden.

Hagebutten ernten

Hagebutten sind für vieles nützlich. Man kann aus ihnen zum Beispiel Marmelade, Gelees oder Liköre machen. Die beste Erntezeit ist im Herbst und zwar Ende September. Die Früchte sollten tiefrot, aber noch fest sein. Werden die Nächte kühler, so steigt der Zuckergehalt in den Hagebutten. Frost vertragen sie allerdings nicht. Daher sollten sie vor dem ersten Forst geerntet werden. Nach dem ersten Frost werden sie weich und schmecken mehlig.

Wichtig ist es die Nüsse mit den kleinen Härchen zu entfernen, bevor man sie weiterverarbeitet.

Hagebutten verwerten

Aus Hagebutten kann man sehr viel machen. Besonders beliebt sind Marmelade und Liköre. Auch als Heilpflanze ist die Hagebutte bekannt. Sie soll das Immunsystem stärken oder auch bei Rheuma helfen. Ebenso bei Magen-Darm-Problemen helfen Hagebuttentees. Wie man sieht, ist die Wirkung der Hagebutte sehr vielfältig.

Hagebuttenmarmelade selber herstellen

Wie oben erwähnt, müssen die Früchte von den kleinen Nüsschen mit Härchen getrennt werden. Bei größeren Mengen ist dies sehr mühsam. Man muss nicht alles von Hand machen, es gibt auch einen Trick. Man gibt die Hagebutten mit etwas Wasser in einen Topf und kocht sie für ca. 20 Minuten. Dann sollten alle Früchte aufplatzt sein. Diesen „Hagenbuttenbrei“ dreht man nun durch die Flotte Lotte. Es bleiben die Schalen, sowie auch die fiesen kleinen Nüsschen zurück. Es sieht ein wenig aus wie Tomatensauce, schmeckt aber natürlich nicht so.

Mit dieser Hagenbuttenmasse kann man jetzt weiter verfahren. Im Internet gibt es viele Rezepte für verschiedene Hagebuttenmarmeladen.